{"id":395,"date":"2017-12-01T13:03:30","date_gmt":"2017-12-01T12:03:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.diehundemeisterei.de\/?page_id=395"},"modified":"2017-12-01T13:03:30","modified_gmt":"2017-12-01T12:03:30","slug":"papiere","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.diehundemeisterei.de\/?page_id=395","title":{"rendered":"Papiere"},"content":{"rendered":"<h4>Papier ist geduldig<\/h4>\n<p>Was bedeuten aber \u201ePapiere\u201c f\u00fcr einen Hund und wo sind die Unterschiede?<br \/>\nErst einmal ist das \u201ePapier\u201c, die sogenannte Ahnentafel, die Geburtsurkunde f\u00fcr einen Hund,\u00a0der in einem Zuchtbuch eingetragen wurde.<br \/>\nAnhand dieser Ahnentafel kann man die Abstammung seines Hundes ersehen, also die Eltern,\u00a0Gro\u00df \u2013 und Urgro\u00dfeltern.<br \/>\nIn Deutschland gibt es eine ganze Reihe von Zuchtvereinen, manche sind in Dachverb\u00e4nden\u00a0organisiert, andere nicht. Einige dieser Vereine erkennen sich gegenseitig nicht an, das hei\u00dft,\u00a0diese Vereine erkennen die Ahnentafeln anderer Vereine nicht an und Hunde dieser Vereine\u00a0werden auf deren Ausstellungen oder anderen Veranstaltungen nicht zugelassen.<br \/>\nEin neuer Interessent kann das alles gar nicht \u00fcberblicken und verstehen und ist auf\u00a0Informationen angewiesen, was aber die Sache auch nicht einfacher macht.\u00a0Weltweit der gr\u00f6\u00dfte Dachverband ist die FCI. Hier sind die jeweiligen Dachverb\u00e4nde der<br \/>\nMitgliedsl\u00e4nder angeschlossen oder werden anerkannt, wobei die FCI in jedem Land nur eine\u00a0Dachorganisation zul\u00e4sst. In USA z.B. der AKC (anerkannt) in Deutschland ist diese\u00a0Dachorganisation der VDH (ordentliches Mitglied).<br \/>\nBeim VDH k\u00f6nnen spezielle Rassehundezuchtvereine einen Antrag auf Mitgliedschaft stellen\u00a0und sich den \u00a0Rahmenbedingungen des Verbands unterwerfen.<br \/>\nIm Fall des Siberian Husky sind das der DCNH und der SHC.\u00a0W\u00e4hrend in fast allen FCI angeschlossenen L\u00e4ndern der Z\u00fcchter die Ahnentafeln seiner\u00a0Welpen \u00fcber die Dachorganisation seines Landes bekommt und die Spezial\u00a0Rassehundevereine f\u00fcr Ausstellungen usw. zust\u00e4ndig sind, hat der VDH in Deutschland das\u00a0System praktisch \u201eumgedreht\u201c.<br \/>\nBeispiel: Wenn in USA ein Hundebesitzer die Welpen seiner im AKC eingetragenen Eltertiere\u00a0ins Zuchtbuch des AKC eintragen lassen m\u00f6chte, dann kann er das tun, per Post oder auch\u00a0online. Zuchtzulassungen, Wurfabnahmen usw gibt es nicht. Der Hundebesitzer muss auch\u00a0keinen eingetragenen Zwingernamen haben, er f\u00fcllt einfach die entsprechenden Formulare<br \/>\naus , schickt sie direkt an den AKC, bezahlt und bekommt die \u201ePapiere\u201c f\u00fcr seine Welpen.\u00a0Denn es handelt sich eben \u201enur\u201c um eine Geburtsurkunde, nicht mehr und nicht weniger.\u00a0Auch wird durch so ein System ausgeschlossen, das es eine \u201eNasenpolitik\u201c gibt. Sind die\u00a0eingereichten Unterlagen in Ordnung, werden die Papiere ausgestellt, unabh\u00e4ngig von der\u00a0Person, der Z\u00fcchter der Welpen ist.<br \/>\nWird so ein Hund in Deutschland eingef\u00fchrt, wird er ohne Probleme im VDH anerkannt.\u00a0In Deutschland ist der VDH mittlerweile eine \u201eService GmbH\u201c.\u00a0Er hat die Rahmenbedingungen f\u00fcr die einzelnen Spezialzuchtvereine erstellt, die mindestens\u00a0eingehalten werden m\u00fcssen. Aber er stellt den Vereinen auch frei, Verordnungen zu erlassen,\u00a0die \u00fcber diese Bedingungen hinaus gehen.\u00a0Aber nicht nur das: Vielmehr hat der VDH den jeweiligen Spezialzuchtvereinen die volle\u00a0Entscheidungsgewalt \u00fcber die Zucht und Eintragung der Welpen \u00fcberlassen.\u00a0Gro\u00dfe Ausstellungen werden noch vom VDH organisiert, wobei auch hier die Spezialvereine\u00a0die Sonderschauen angliedern, also die eigentliche Arbeit machen. Seminare und Workshops\u00a0werden vom VDH gemacht.\u00a0Die VDH angeschlossenen Vereine zahlen f\u00fcr jedes Mitglied an den VDH, genauso f\u00fcr\u00a0Ausstellungen usw.\u00a0Eigentlich ein geniales System: Alles, was Arbeit macht, wird von den Spezialvereinen\u00a0erledigt, alles , was Geld einbringt, vom VDH.\u00a0Der Z\u00fcchter im VDH kann nun die Papiere seiner Welpen nicht \u00fcber den VDH direkt\u00a0bekommen. Wenn es einen Verein im VDH gibt, der die von ihm gez\u00fcchtete Rasse betreut,\u00a0muss er die Papiere \u00fcber diesen Verein beantragen. Gibt es mehr als einen betreuenden\u00a0Verein, muss er sich entscheiden, in welchem der Vereine er seine Welpen eintragen lassen will\u00a0und sich den Statuten des Vereins unterwerfen.<br \/>\nEin solcher Verein besteht aus einem Vorstand, einem erweiterten Vorstand und seinen\u00a0Mitgliedern. Der Vorstand besteht aus z.B. 5 bis 7 Personen, die keine besondere\u00a0Qualifikation f\u00fcr das jeweilige Amt haben m\u00fcssen, sondern auf Versammlungen gew\u00e4hlt\u00a0werden. Oft steht nicht mehr als 1 Anw\u00e4rter zur Verf\u00fcgung und es wird gew\u00e4hlt, wer gerade\u00a0mal \u201eHier\u201c schreit.\u00a0Der Nachteil f\u00fcr den Z\u00fcchter ist nicht von der Hand zu weisen: Es liegt in der Natur des\u00a0Menschen, das, wer Macht hat, diese auch aus\u00fcbt.\u00a0Und da Vorstandsmitglieder nicht selten auch Z\u00fcchter sind, ist nat\u00fcrlich die Versuchung\u00a0gro\u00df, unliebsamer Konkurrenz das (Zucht) Leben so schwer wie m\u00f6glich zu machen.\u00a0Nicht selten entscheiden solche Vorstandsmitglieder \u00fcber \u201eSein oder Nichtsein\u201c anderer\u00a0Z\u00fcchter.\u00a0Und da die Vorst\u00e4nde in gewissen Abst\u00e4nden neu gew\u00e4hlt werden, kann es einem Z\u00fcchter, der\u00a0mit dem altem Vorstand gut ausgekommen ist, sogar passieren, das er genau deswegen dem\u00a0neuen Vorstand ein Dorn im Auge ist.\u00a0Und schaut man sich etwas im Internet um, hat man manchmal den Eindruck, das, wenn man\u00a0in so einem Verein z\u00fcchten will, man sich erstmal nach einem gutem Anwalt umschaut, denn\u00a0den wird man zwangl\u00e4ufig brauchen.<br \/>\nEs gibt immer mehr Menschen, die sich lieber mit ihren Hunden als mit Anw\u00e4lten\u00a0besch\u00e4ftigen und die einfach nicht bereit sind, diese \u201eNasenpolitik\u201c mitzumachen.\u00a0Und da es genug andere Vereine gibt, die ihre Zeit und das Geld ihrer Mitglieder nicht f\u00fcr die\u00a0Streitigkeiten der Menschen untereinander verplempern, sondern einfach ihrer Aufgabe\u00a0nachgehen, n\u00e4mlich das Zuchtbuch zu f\u00fchren und die entsprechenden Ahnentafeln\u00a0auszustellen, haben diese Vereine immer mehr Zulauf.\u00a0Der VDH erkennt allerdings die Ahnentafeln der Hunde aus diesen Vereinen nicht an. Auf\u00a0seinen \u201eHauseigenen\u201c Ausstellungen und anderen Veranstaltungen d\u00fcrfen Hunde aus diesen\u00a0Vereinen nicht teilnehmen und werden sogar als \u201enicht Reinrassig\u201c bezeichnet.\u00a0Damit sichert er sich nat\u00fcrlich auch, dass ein Interessent, der sp\u00e4ter vielleicht mal in einem\u00a0VDH Verein z\u00fcchten will, darauf angewiesen ist, bei deren Z\u00fcchtern zu kaufen, was\u00a0wahrscheinlich durchaus seine Legitimation hat&#8230;..<br \/>\nOft liest man z.B. auf HP \u0301s: Achten Sie auf Papiere vom Verein \u201eXY\u201c, nur dann k\u00f6nnen Sie\u00a0sicher sein, einen Hund aus seri\u00f6ser und gesunder Zucht er erhalten.\u00a0Nur mit Hunden aus dem Verein \u201eXY\u201c k\u00f6nnen Sie an entsprechenden Veranstaltungen<br \/>\nteilnehmen.<br \/>\nDas ist nat\u00fcrlich v\u00f6lliger Unsinn. Auch in anderen Vereinen m\u00fcssen Elterntiere auf bestimmte\u00a0Krankheiten hin untersucht werden und nur gesunde Tiere d\u00fcrfen in der Zucht eingesetzt\u00a0werden. Und es gibt mittlerweile Fl\u00e4chendeckend eine Masse an Veranstaltungen und auch\u00a0Ausstellungen, wo man Hunde mit Papieren aus allen Vereinen anmelden kann.<br \/>\nUnd nicht selten haben Z\u00fcchter es bitter n\u00f6tig, ihre z\u00fcchterische Inkompetenz hinter einem\u00a0Logo zu verstecken.<br \/>\nVor allem ist doch seltsam, dass z.B. bei der Rasse Siberian Husky, die Z\u00fcchter, die mit\u00a0solchen S\u00e4tzen Werbung machen und am lautesten nach dieser \u201eKontrolle\u201c schreien, nicht\u00a0selten Hunde z.B aus den USA importieren oder darauf hinweisen, dass ihre Zuchthunde\u00a0amerikanischer Abstammung sind, wo es doch in diesem Land gar keine Kontrolle gibt. Noch<br \/>\nseltsamer, dass wirklich die besseren Hunde oftmals eben nicht aus Deutschland stammen.<br \/>\nMag sich jeder seine eigene Meinung dar\u00fcber bilden und f\u00fcr sich entscheiden, was ihm\u00a0wichtig ist: Einen Hund, der zu einem passt und der aus guter Zucht stammt, oder vorrangig\u00a0das Papier.<br \/>\nWie auch immer, &#8211; welche Papiere ein Hund nun hat, sagt absolut nichts \u00fcber die\u00a0Qualit\u00e4t des Hundes aus, sondern lediglich, in welchem Verein der Z\u00fcchter\u00a0Mitglied ist und wo er seine Welpen eintragen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Gute und schlechte Z\u00fcchter wird es in allen Vereinen geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Papier ist geduldig Was bedeuten aber \u201ePapiere\u201c f\u00fcr einen Hund und wo sind die Unterschiede? Erst einmal ist das \u201ePapier\u201c, die sogenannte Ahnentafel, die Geburtsurkunde f\u00fcr einen Hund,\u00a0der in einem Zuchtbuch eingetragen wurde. 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